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Siegerideen Stadt Zürich
Sonderpreise
Neben den Top3-Ideen, die von den Teilnehmer/-innen des Ideenwettbewerbs eZürich selbst ausgewählt wurden, hat die Stadt Zürich folgende drei Projekte auswählt, die sie weiterverfolgen und fördern will. (Mehr zu den Wettbewerbsbedingungen finden Sie hier.)
Idee 1: Zürich wird CompiSternli-Stadt
Kinder helfen älteren Menschen im Umgang mit digitalen Medien.
Idee
Interessierte Schülerinnen und Schüler sind als so genannte CompiSternli älteren Menschen bei der Bedienung von digitalen Medien wie PC und Handy behilflich. Die CompiSternli beantworten die Technik betreffende Fragen der Senioren und erklären grundlegende Aufgaben wie etwa das Versenden von E-Mails, Surfen im Internet, SMS schreiben, ein Adressbuch im Mobiltelefon anlegen usw.
Als Vorbereitung für diese Aufgaben werden die Schüler im Alter von 10 bis 14 Jahren zu CompiSternli ausgebildet. Dabei lernen sie sowohl den Umgang mit älteren Menschen als auch, ihr technisches Wissen anderen Personen zu vermitteln. Die Schüler sollen den angemessenen Umgang mit den älteren Personen lernen – vom Händedruck bei der Begrüssung bis zu geduldigen Erklärungen von Geräten und Softwares. Den Schülern wird jeweils eine ältere Person zugewiesen, die technische Hilfe benötigt.
Begründung
Der digitale Graben zwischen den Generationen wird überwunden, Senioren werden an die Technik herangeführt.
Die Kinder lernen selbst besser, mit digitalen Medien umzugehen und erlangen so eine erhöhte Medienkompetenz.
Es findet ein Dialog zwischen Alt und Jung statt.
Die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen und technisches Wissen zu vermitteln.
Stellenwert im Ideenwettbewerb
"Zürich wird CompiSternli-Stadt" wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Ideenwettbewerbs zur Top1-Idee gewählt.
Idee 2: Fix my Zürich
Die Stadtbevölkerung hilft der Stadtverwaltung via Handy und Internet beim Auffinden von Mängeln und Schäden.
Idee
Über eine Online-Plattform können die Einwohnerinnen und Einwohner auf Mängel und Schäden der städtischen Infrastruktur hinweisen. Das Portal bzw. das Online-Forum wird von der Stadtverwaltung moderiert und transparent geführt. Dabei kann es sich um die unterschiedlichsten Meldungen handeln wie etwa um ein Loch im Strassenbelag oder einen defekten ZVV-Automaten, um eine Beschädigung durch Vandalen oder einen Verschönerungsvorschlag im Stadtpark. Die Online-Plattform listet die Meldungen und Verbesserungsvorschläge auf und leitet sie an die zuständigen Ämter weiter. Des Weiteren könnte eine Funktion „Private Sponsoren“ integriert werden, bei der Private oder Unternehmen die Patenschaft eines Mangels übernehmen. Ähnliche Projekte werden unter dem Namen "FixMyStreet" in Grossbritannien, Kanada oder Neuseeland erfolgreich durchgeführt.
Begründung
Die Stadt Zürich erhält Hilfe bei der Entdeckung von Schäden und Mängeln ihrer Einrichtungen. Durch die Beobachtung der Bevölkerung kann die Qualität der städtischen Infrastruktur auf hohem Niveau gehalten werden.
Die Bevölkerung profitiert durch die schnelle Entdeckung und Beseitigung der Mängel und verbessert so ihre eigene Umwelt.
Partizipation und Mithilfe ist ein wichtiges Thema für die Bevölkerung. Dies zeigen zahlreiche ähnliche Ideen, die am eZürich-Ideenwettbewerb eingereicht wurden, z.B. das „Sorgen-SMS“, „Von FixMyStreet lernen“ oder „Quartierentwicklung Online“.
Stellenwert im Ideenwettbewerb
Die Idee Mobile Crowdsourcing - Stadtbevölkerung hilft der Stadtverwaltung beim Aufdecken von Mängel und Schäden an der städtischen Infrastruktur über eine iPhone-Applikation / Online Plattform wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Ideenwettbewerbs auf Rang 16 gewählt. Zahlreiche weitere Ideen mit ähnlichem Inhalt sind eingegangen, z.B. die Idee Sorgen-SMS (Meldungen über Schäden werden per SMS der Stadtverwaltung mitgeteilt), die Idee Von FixMyStreet lernen (von ähnlichen internationalen Bürgerbeteiligungs-Projekten eine Zürcher Version ableiten) oder die Idee Quartierentwicklung Online (Durch Vorschläge für Verbesserungen entwickelt die Bevölkerung ihre unmittelbare Umwelt mit) oder Dialog zwischen Bürgern und Stadtverwaltung (Web-Plattform für Probleme und Anliegen der Bevölkerung).
Idee 3: ePartizipation der Bevölkerung
eZürich soll in Politik und Verwaltung verankert werden, die Bevölkerung erhält permanente Möglichkeiten zur Partizipation bei der Stadtverwaltung.
Idee
Der Ideenwettbewerb eZürich soll keine einmalige Sache bleiben, sondern verbindlich in den Prozessen von Politik und Verwaltung der Stadt Zürich verankert werden. Die Bevölkerung soll weiterhin Anteil nehmen an der Generierung und Realisierung von Ideen zu eZürich und so mithelfen, dass Zürich als innovativer ICT-Standort wahrgenommen wird. Es soll jedoch nicht bei einem ausgeweiteten Ideenaustausch bleiben: Die Bürgerinnen und Bürger sollen über die Umsetzung und Vorhaben betreffend eZürich informiert werden und können sich dazu äussern oder sogar mitentscheiden.
Begründung
An einem führenden ICT-Standort sollen die digitalen Kommunikationsmittel auch im Dialog zwischen Bevölkerung und Stadtverwaltung eine wichtige Rolle spielen und Vorzeigecharakter haben.
Der Austausch zwischen der Bevölkerung und der Stadt Zürich wird verbessert.
Die Mitgestaltung am politischen Prozess bzw. die ePartizipation hat einen wichtigen Stellenwert: Am Ideenwettbewerb von eZürich gingen allein zu diesem Themenbereich 64 Vorschläge ein.
Stellenwert im Ideenwettbewerb
eZürich in Politik und Verwaltung verankern - Wir wollen mehr als nur Ideenlieferanten sein! wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Ideenwettbewerbs zur Top 3-Idee gewählt. Zahlreiche weitere Ideen sind zum Themenbereich ePartizipation eingegangen, z.B. die Ideen Ständiger Ideenwettbewerb (jährliche Durchführung oder ganzjährige Ideeneingabe zu breiterem Themenspektrum), eZürich - Eine Zukunft für die Stadt (die Ideenplattform soll für Meinungen, Ideen, Wünsche weiterhin offen bleiben), Bürgerbefragung 2.0 (Plattform für Quartierbefragungen), Transparente Diskussions- und Informationsplattform (Kombination aus Kontaktformular, Forum und Blog), Den Puls von Zürich fühlen (Stimmung in der Stadt via App-Meldungen, Sensoren, Web festhalten) oder Web 2.0 als Mittel zum Dialog mit Bürgern (Internetforum für Bevölkerung).
